|


Das SMS-Schreiben fördert die Sprachkompetenz!
Der Gebrauch von E-Mails und SMS hat, nach Ansicht von Frohmut Menze vom Handy-Bildungssoftware-Anbieter Studymobile, sicherlich zu einer gewissen sprachlichen Seitwärtsentwicklung geführt. In einigen Kommunikationsbereichen hat sich dadurch die Sprachkompetenz aber sogar erhöht.
Die ebenfalls festgestellte sprachliche Verarmung von Jugendlichen führt Menze aber nicht auf den Gebrauch von SMS und E-Mails zurück. Vielmehr spiegle sich in der Sprache der Jugendlichen die veränderte Ausdrucksfähigkeit der gesamten Gesellschaft wider. SMS als Spiegelbild der modernen Kommunikation Sprachwissenschaftler können, anders als viele Kulturkritiker, der per Handy verschickten elektronischen Kurznachricht (SMS) etwas abgewinnen. Das so genannte "Simsen" sei "eher positiv" zu sehen, führt der Direktor des Instituts für Deutsche Sprache (IDS), Prof. Ludwig Eichinger, an. Früher sei immer die Befürchtung geäußert worden, dass weniger geschrieben werde. "In Wirklichkeit schreiben durch den Computer wesentlich mehr Menschen. Wer nie einen Brief schrieb, schreibt heute eine Mail oder eine SMS." Dass die SMS-Texte meist kurz sind, spiele dabei keine Rolle. Dies passe einfach zu der Kommunikationssituation. Von einem Verfall der Sprache könne man nicht sprechen. Selten Fehler in SMS festgestellt Auch aus Österreich gibt es Entwarnung. Dort wurde eine „Siemens mobile-Zukunftsstudie“ durchgeführt, welche ebenfalls keinen allgemeinen Sprachverfall durch die neuen Kommunikationsformen bestätigen kann. Alle untersuchten SMS-Nachrichten waren für Erwachsene verständlich. Kunstworte oder Ausdrücke aus der Jugendsprache waren kaum zu erkennen. Ebenfalls stellen die verwendeten Abkürzungen ("lg" für „Liebe Grüsse“) keine typischen Ausdrücke eines jugendlichen Sprachcodes dar. Lediglich ein Viertel der Befragten verwendet Abkürzungen wie "cul8r" ("See you later") oder "hdgdl" ("Hab dich ganz doll lieb").Fehler in der Rechtschreibung und Grammatik treten eher selten auf oder weisen im allgemeinen bekannte Fehlerquellen der deutschen Sprache auf: stummes h, ß/ss, Doppelkonsonanten, harte/weiche Konsonanten. Die fälschliche Platzierung von Satz- und Leerzeichen ist vor allem darauf zurückzuführen, dass 10- bis 14jährige Schüler Informatik- und Maschinschreib-Grundlagen erst in höheren Schulstufen erlernen! |
|