

LERNEN MIT DEM HANDY
Auch für schulische Belange kann das Handy unschätzbare Dienste leisten
Nein, das Handy ist keine Wunderlernmaschine, die aus schlechten Schülern geniale Streber zaubert. Aber das Mobiltelefon kann ergänzend eine echte Hilfe sein. Schließlich gibt es ganz verschiedene Wege am Nachmittag seine Vokabeln für den nächsten Test zu lernen. Das geht mit Papier und Bleistift, einem Vokabelheft, mit einem Kartensystem, einem Kassettenrekorder, mit einem abfragenden Elternteil, einer Lernsoftware oder eben neuerdings mit einem Handy. Kinder kennen keine Berührungsängste und sind nun mal sehr pragmatisch. Sie nutzen zum Lernen alles, was ihnen nützt. Ob auf dem Schulweg oder im Park. Zwei der großen Schulbuchverlage haben das bereits erkannt und bringen Lernprodukte extra für das Mobiltelefon heraus. Aber auch sonst kann das Handy zum Lernen "umfunktioniert" werden. Sprach- und Schulbuchverlage an der Handyfront Einer der Vorreiter in Sachen Lernen mit dem Handy, ist der Münchner Langenscheidt-Verlag. Der brachte eine Reihe von Wörterbüchern für vier-fünf Euro heraus, die sich ganz einfach auf die Mobiltelefone herunterladen lassen. Es gibt sogar eigens einen mehrsprachigen Fußballsprachführer. Die Firma ClipTip hingegen gibt auf CD-ROM den "CLIP2GO" Vokabeltrainer mit 5000 Vokabeln für Englisch heraus. Die laufen auf dem MP3-Player, aber eben auch auf MP3-fähigen Mobiltelefonen. Der Berliner Cornelsen Verlag brachte die Schulbuchreihe "English G 2000" für das Handy heraus. Wer das passende Schulbuch hat, kann sich hier ganz gezielt auf seine Vokabeltests und Englischarbeiten vorbereiten. Allerdings visiert diese Software für knapp fünf Euro bislang nur die 8-10. Klasse an. Im Juni kommt jedoch die völlig neu bearbeitete CD-ROM-Reihe "Lernvitamine"heraus, die schon ab der 5. Klasse Lerninhalte für den Download bereit hält, die auf dem Handy genutzt werden können. Auch der Stuttgarter Klett-Verlag möchte seinen Konkurrenten in nichts nachstehen. Zum Klett-Schulbuch "Let's go" laden Lernwillige künftig auch die Vokabeln auf das Gerät. Die Software ist sogar dazu in der Lage, dem Schüler Feedback zu geben. Französisch deckt die Software "Découvertes 1" ab. Lernen mit dem Handy, aber wie? Es muss natürlich nicht immer eine Software gekauft werden, um mit dem Handy zu lernen. Wir stellen Ihnen hier unsere besten Tipps vor, die vor allem einen entscheidenden Vorteil aufweisen: die Lerner legen selbst und individuell ihren Lernstoff fest. – Diktierfunktion Warum nicht die Diktierfunktion des Handys nutzen und die wichtigsten Vokabeln einfach aufsprechen und sich selbst abfragen. – MP3 Funktion Alternativ zur Diktierfunktion. Ist das Handy MP3-fähig lassen sich eigene Aufnahmen leicht umwandeln, auf das Handy spielen und dann kann die große Abfrage beginnen. – Telefonieren Gerade wenn Kinder mit ihren Eltern kostenlos telefonieren können, wäre es doch sinnvoll die fünf Minuten zum Abfragen zu investieren. Die kurze Zeit ist an jedem Arbeitsplatz mal drin, und die Kinder haben das Gefühl, das sich ihre Eltern wirklich kümmern. – SMS SMS Vokabelabfrage ist natürlich auch eine teure Angelegenheit. Aber wenn Eltern nur einmal in der Woche ihren Kindern 20 Vokabeln senden, die sie übersetzen sollen, ist das eigentlich im Bugdet noch drin. – Notizfunktion Die Schüler geben alle Vokabeln untereinander in eine Notiz, die Übersetzung in eine andere Notiz. So können sie sich Englisch-Deutsch und Deutsch- Englisch abfragen.
– Countdown Funktion oder Stoppuhr Versuchen, so viele Vokabeln wie möglich in Rekordzeit zu übersetzen. – Taschenrechner Der Taschenrechner im Handy soll auf keinen Fall das Kopfrechnen abnehmen, aber ab und zu die eigenen errechneten Ergebnisse zu überprüfen, wird ja wohl noch erlaubt sein.
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