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HANDYSPIELE

Mit Mobiltelefonen wird auch kräftig gezockt
Keine Frage, für Kinder sind Spiele allgemein das Salz in der Suppe. Sie spielen mit Gameboys, Konsolen, Computer und dem Handy natürlich. Mitunter entscheidet auch das Spieleangebot über Kauf oder Nichtkauf eines Gerätes. Sicher, die Handyspiele sind nicht immer der große Wurf in Sachen Gameplay und Bedienung, aber sie erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie ständig verfügbar sind: Ein Handy haben Kinder eben fast immer dabei, einen Gameboy nicht so häufig.

Die Kunst des Kurzspiels
Handygames ersetzen nicht andere digitale Spielarten. Sie zählen als so genannte "Shortfiller"- kurze Spielchen für Zwischendurch-, die in der Straßenbahn oder beim Warten vor der Turnhalle zum Einsatz kommen. Für die Kürze der Zeit nehmen Mädchen und Jungen auch in Kauf, dass Grafik und Bedienung wesentlich limitierter, als auf beispielsweise dem Gameboy, laufen. Wichtigste Voraussetzung: das Telefon sollte möglichste ein Farbdisplay haben.

Wer bietet Spiele an?
Wer sich umsieht, findet neben vielem Unbekanntem, auch jede Menge Klassiker, die aus den Bereichen PC- und Konsolenspiele bekannt sind: "Sim City", "Need for speed", "Civilization" und vieles mehr. Denn mittlerweile gibt es fast keine Computerspielefirma mehr, die nicht als weiteren Vertriebszweig das Mobiltelefon entdeckt hat. Handyspiele zu entwickeln ist dabei längst nicht so zeit- und kostenintensiv, wie ein reguläres Spiel. Und für die Handyspielbranche bedeutet das eine Verbesserung der Qualität und des Images.

Wer blickt noch durch?
Leider gelten zwar die Handyspiele als cool, der Ruf des Genres ist aber alles andere als sonderlich gut. Das hat drei Gründe:

1. Digitale Spiele genießen unter Eltern ohnehin nur selten Ansehen und werden gerne unter dem Kapitel "Zeitverschwendung" abgehakt.
2. Es werden zwar überall im Internet eine Unmenge an Handyspielen zum Download zur Verfügung gestellt, aber das Angebot ist ein riesiges Durcheinander und der unerfahrene Käufer verhält sich frei nach dem Motto "Augen zu und durch". Dazu muss jeder Kunde auch noch schauen, ob das Spiel überhaupt auf seinem Handymodell läuft. Knifflig.
3. Unter den Anbietern gibt es auch hier so manches schwarze Schaf. Sprich: der Kunde, der eigentlich nur ein Spiel wollte, hat plötzlich unbemerkt ein Abo abgeschlossen.

Wie kostenlos ist kostenlos?
Sicher, Handyspiele sind längst nicht so teuer wie PC- und Konsolenspiele. Dennoch sollte auf jeden Fall die Höhe der Kosten im Auge behalten werden. Spiele gibt es durchschnittlich schon für drei bis 5 Euro. Einige Anbieter machen auch mit kostenlosen Spielen von sich reden, doch Vorsicht: In beiden Fällen kommen oft noch einmal Kosten für SMS und Download des jeweiligen Mobilfunkbetreibers hinzu. Das kann bei Erhalt der Handyrechnung für so manche Überraschung sorgen.

Spiele selber machen
Keine Frage, nichts würde mehr Spaß machen, als selbst Spiele für das Handy zu entwickeln. Das ist aber alles andere als einfach. Gerade jüngere Kinder werden damit ihre lieben Schwierigkeiten haben. Eine Hilfe ist auf jeden Fall: das Handy Game Creator Kit (bhv, 26 Euro). Mit Hilfe dieser PC-Software ist es nach einer recht geringen Einarbeitungszeit auch Kindern ab 12 Jahren möglich, eigene Spiele zu kreieren.