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WIE WIRD HANDYSTRAHLUNG GEMESSEN? 

Die Intensität der Handystrahlung eines bestimmten Gerätes wird mit dem so genannten SAR-Wert angegeben. SAR steht für "Spezifische Absorptionsrate". Der SAR-Wert gibt an, wie viel Sendeleistung der Körper beim Telefonieren mit diesem Gerät maximal aufnehmen kann. Dabei beträgt der gültige Grenzwert, den kein Endgerät überschreiten darf, 2 Watt pro Kilogramm Körpergewebe.

Mobiltelefone sind so konstruiert, dass sie die festgelegten Grenzwerte nicht nur einhalten, sondern auch deutlich unterschreiten. Die tatsächlichen Werte während des Telefonierens sind aufgrund der automatischen Leistungsregelung in Mobilfunknetzen in der Regel erheblich niedriger.

Die Wirkung der Funkwellen auf den menschlichen Körper werden seit vielen Jahren untersucht. Zwar gibt es hier noch kein eindeutiges Ergebnis, jedoch zeigen zahlreiche Studien, dass keine gesundheitlichen Gefahren bestehen, wenn die gültigen Grenzwerte eingehalten werden.

Und wie wird der SAR-Wert ermittelt?

Das SAR-Messverfahren für Handys wurde im Jahr 2001 genormt. Mit Hilfe dieses Verfahrens wird überprüft, ob die Handys den zulässigen Wert einhalten.

Das Messsystem besteht aus einer 2 Millimeter starken Kunststoffschale in Form eines Kopfes, die mit einer speziellen Flüssigkeit gefüllt ist. Mit dieser Flüssigkeit können die elektromagnetischen Eigenschaften des Kopfgewebes simuliert werden. An das "Ohr" dieses Schalenkopfes wird das zu prüfende Handy angelegt, das dann mit maximal möglicher Leistung sendet.

Eine Messsonde innerhalb des Schalenkopfes ermittelt dann die Verteilung der SAR in der Flüssigkeit. Aus dieser Verteilung werden die maximalen, über 10 Gramm Gewebe gemittelten SAR-Werte berechnet und mit dem Grenzwert verglichen.

Der SAR-Wert wird bei der maximal möglichen Sendeleistung eines Handys gemessen. In der Regel aber ist der tatsächliche SAR-Wert während des Telefonierens wesentlich niedriger als der ermittelte Wert. Das liegt an der Fähigkeit der Mobilfunknetze, die Leistung dynamisch dem jeweils erforderlichen Bedarf anzupassen. Auf diese Weise senden Mobiltelefone immer nur mit der tatsächlich notwendigen Leistung.